Schöne Rosen - starke Frauen

Die Rosen an der Martin-Luther-Kirche Mössingen und ihre Namensgeberinnen

Knapp 200 Rosen in 100 verschiedenen Sorten wachsen inzwischen rund um die Martin-Luther-Kirche Mössingen. Im Schatten der goldenen Lutherrose, die als 80 cm großer Schmuck den Kirchturm ziert, machen sie die 1964 gebaute Kirche zur Rosenkirche der Blumenstadt Mössingen.

Nahezu alle Rosengattungen finden sich, von Wildrose bis moderner Romantikrose, von Beetrose zu Rambler.

Unter diesen Rosen haben etliche besondere Namen. Sie erinnern an starke Frauengestalten aus der Bibel, der Kirchen- und Weltgeschichte. Unter anderem finden sich "Katharina von Bora", "Elisabeth von Thüringen", "Florence Nightingale" oder "Astrid Lindgren" unter den "Rosenfrauen".

Mit der Pflanzung dieser Rosen wollten wir die Bedeutung von Frauen generell für die Kirche und auch für die Gesellschaft unterstreichen und würdigen. Schon über zwanzig nach solchen starken Frauen benannte Rosen wachsen inzwischen rund um die Kirche.

 

Acht dieser Rosen gibt es jetzt als Grußkarten zu kaufen.

(Beschreibung der einzelnen Karten unten)

Die Vorderseite ziert dabei ein an der Martin-Luther-Kirche gemachtes Foto der Rose. Auf der Rückseite finden sich Informationen über ihre Namensgeberin. So erfährt man bei der Rose „Myriam“ zum Beispiel, dass Mirjam die erste Prophetin war und Jesu Mutter Maria auf aramäisch eigentlich auch Mirjam hieß oder dass „Maria Magdalena“ auch „Apostelin der Apostel“ genannt wird.

 

Die Geschichte der Frauen hinter der Rose wird ein wenig greifbarer, wie bei den Märtyrerinnen „Perpetua und Felicitas" oder bei „Elisabeth von Thüringen“. Eine weiße Rose für „Sophie Scholl“  findet sich genauso im Set wie eine für „Nina von Stauffenberg“.

Als Einzelkarte ein aussagekräftiger Gruß, im Set ein sehr schönes Mitbringsel mit hohem Symbolgehalt.

 

Stückpreis mit Umschlag: 2,50 €;

als Geschenkset in einer Hülle mit allen acht Karten + Umschlägen: 12,- €.

Ab dem Kauf von fünf Sets gibt es einen Staffelpreis von 10,-€ pro Set.

Bestellungen unter rosenfrauen@ev-kirche-moessingen.de (Zzgl. Porto und Verpackung). 

Zum Mössinger Rosenmarkt im Juni haben wir an unserer Kirche wieder das Rosencafé geöffnet und bieten  Rosenführungen rund um die Martin-Luther-Kirche an. Nächster Rosenmarkt: am 19. Juni 2016.

Übrigens: Für Gemeindeausflüge o.ä. kann man unter obiger Adresse auch eine Rosenführung mit Pfarrer Braun-Dietz buchen.

 

2015: "Rosenfrauen" im SWR-Fernsehen

Die Rosen an der Martin-Luther-Kirche ziehen immer mehr Aufmerksamkeit auf sich. So war ein Team des SWR-Fernsehens beim Rosenmarkt 2015 an der Kirche und filmte die ca. 45 Minuten langen Rosenführungen. Im "Treffpunkt" vom 28. Juni wurde ein Auszug daraus gesendet.

 

Impressionen vom Rosencafé 2014

 

"Schöne Rosen-starke Frauen": Fotos+Beschreibung Namensgeberinnen

Mirjam

Die Schwester des Mose war beim Auszug der Israeliten aus Ägypten in herausragender Stellung mitbeteiligt. Nachdem das Volk beim Durchzug durch das Schilfmeer gerettet war, führte sie den Freudentanz und Gesang der Frauen an (2.Mo 15,20-21). Sie begleitete mit ihren Brüdern Mose und Aaron das Volk Israel durch die Wüste und ist als erste „Prophetin“ im Alten Testament besonders ausgezeichnet.

Ihr Name war und ist sehr beliebt. So hieß Jesu Mutter Maria eigentlich auf Aramäisch ebenfalls Mirjam.

Rose „Myriam“® (COCgrand), Cocker 1991. Englische Romantikrose, rosa sehr stark duftend, große Blüten.

Maria Magdalena

Als Jüngerin Jesu  sorgte sie, nachdem er sie von Dämonen geheilt hatte, gemeinsam mit anderen Frauen für Jesu Unterhalt (Lk 8,2). Diese Frauen blieben auch an Karfreitag bei Jesus, sahen seinen Tod und begruben ihn (Mt 27,55f.61). Am Ostermorgen entdeckte Maria als erste das leere Grab (Joh 20) und verkündete die Botschaft seiner Auferstehung den Jüngern. Sie hat in der Jüngerschaft Jesu eine herausragende Bedeutung und wurde in der Alten Kirche als „Apostola Apostolorum“ (Apostelin der Apostel) verehrt.

Rose „Mary Magdalene“® (AUSjolly), Austin 1998. Englische Strauchrose, lachsrosa bis weiß, Myrrhenduft, öfterblühend.

Perpetua + Felicitas (um 181-203)

Die vornehme Karthagerin Perpetua und ihre Sklavin Felicitas sind Märtyrerinnen, die im Jahr 203 verhaftet und zum Tod verurteilt wurden, weil sie ihrem Glauben nicht abschwören wollten. Zuverlässige Zeugnisse berichten, dass sie am 7. März 203 in der Arena  Tieren vorgeworfen wurden. Felicitas hatte noch zwei Tage zuvor eine Tochter zur Welt gebracht. Perpetua hinterließ einen Sohn im Säuglingsalter.

Beide sind herausragende Gestalten des frühen Christentums und wurden in der Alten Kirche hoch verehrt.

Rose „Félicité et Perpétue“, Jaques 1827. Alte Ramblerrose, rosa, in weiß übergehend, stark gefüllt, einmalblühend, sehr stachelig

 

Elisabeth v. Thüringen (1207-1231)

Die Tochter des Königs von Ungarn lebte als Landgräfin von Thüringen auf der Wartburg bei Eisenach. Dort kümmerte sie sich intensiv um Kranke und Arme. Nach dem Tod ihres Mannes Ludwig verließ sie die Wartburg und lebte im von ihr in Marburg gegründeten Hospital bis zu ihrem Tod als einfache Spitalschwester.

Elisabeth gilt als Sinnbild christlicher Nächstenliebe schlechthin. Die Legende vom Rosenwunder erzählt von einer wundersamen Verwandlung von Brot in Rosen in ihrem Arm.

Rose „Heilige Elisabeth“, Márk 1988, ®1995. Ungarische Strauchrose, rosa, stark duftend, öfterblühend, Goldmedaille Rom, 2000.

Jeanne d’Arc (1412-1431)

Schon als Jugendliche war die Bauerntochter von der Vision getrieben, im Auftrag Gottes Nordfrankreich von der englischen Besatzung im 100-jährigen Krieg zu befreien. 17-jährig gelang es der „Jungfrau von Orleans“, im Auftrag des französischen Kronprinzen die englische Belagerung der Stadt Orleans zu beenden.

1430 wurde sie an die Engländer verraten, als Ketzerin verurteilt und verbrannt. 1456 wurde sie rehabilitiert und 1920 heiliggesprochen. Sie ist französische Nationalheldin.

Rose „Jeanne d'Arc“, Vibert 1818. Alba-Rose, alte Rose, weiß, leichter Duft, mäßig bestachelt, einmalblühend.

 

Katharina v. Bora (1499-1552)

Als Fünfjährige kam sie ins Kloster und wurde Nonne. 1523 floh sie nach Wittenberg, wo sie 1525 den Reformator Martin Luther heiratete und mit ihm sechs Kinder bekam.

Geschäftstüchtig, fleißig und willensstark stand sie Luther als Gefährtin und Beraterin zur Seite und war hochgeschätzte Gesprächspartnerin in seinem Kreis. Sie gilt als Wegbereiterin der Emanzipation und war als „erste Pfarrfrau“ prägend für die nachreformatorische, bürgerliche Gesellschaft.

Rose „Katharina von Bora“®, Schultheis 2006. Moderne Kletterrose, rosa, gut duftend, öfterblühend.

 

Sophie Scholl (1921-1943)

Als Jugendliche kurz Anhängerin des Nationalsozialismus lehnte sie ihn um 1940 immer mehr ab und wurde als Studentin 1942 in München Mitglied der Widerstandsgruppe „Die weiße Rose“, die mit Flugblättern den Sturz des NS-Regimes forderte. Ihr Glaube und Schriften des Kirchenvaters Augustin waren wichtiger Halt und Antrieb für sie. Am 18. Februar 1943 wurde sie zusammen mit ihrem Bruder Hans verhaftet und vier Tage später hingerichtet. Sie ist eine Symbolfigur für den Widerstand gegen Diktaturen.

Rose „Sophie Scholl“®, Schultheis 2005. Moderne Strauchrose, grünlich-weiß, guter Duft, öfterblühend.

 

Nina v. Stauffenberg (1913-2006)

Die Frau des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg, den sie 1933 heiratete und mit dem sie fünf gemeinsame Kinder hatte, wusste schon früh um die Attentatspläne der Widerstandsgruppe. Sie befürwortete diese, wohlwissend, welche Gefahren dies für ihre Familie bedeutete. Nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 kam sie schwanger in Sippenhaft und gebar später im Konzentrationslager ihre Tochter Konstanze. Nach Kriegsende setzte sie sich unter anderem für die deutsch-amerikanischen Beziehungen ein.

Rose „Nina von Stauffenberg“®, Scarman 2006. Moderne Kletterrose, rosa guter Duft, öfterblühend.

 

Hochwertige Gestaltung

Die acht Karten wurden sorgfältig gestaltet und von einem professionellen Designer layoutet.

Alle acht Motive gibt es als Geschenkset - ein schöner Hingucker und ein wunderbares Mitbringsel mit hohem Symbolgehalt.

 

Weitere Produkte und Veröffentlichungen

rund um die Martin-Luther-Kirche

Haus aus lebendigen Steinen

Kirchenführer Martin-Luther-Kirche

Auf 84 Seiten alles über Architektur, Geschichte und Möglichkeiten der 1964 eingeweihten Kirche.

Erhältlich im Pfarramt und in der Martin-Luther-Kirche. - gratis. (Kontakt)

Lichtzeichen

Die Kirchenfenster der Martin-Luther-Kirche von Rudolf Yelin

Seit Mai 2014 gibt es die „Lichtzeichen“-Kartenedition. Acht Karten mit Details der Kirchenfenster Rudolf Yelins zeigen die Strahlkraft dieser Fenster nochmals auf ganz andere Weise.

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